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HKI und Partner bringen neues Antibiotikum gegen Tuberkulose vom Labor bis zur klinischen Prüfung

Phase-I-Studie mit Wirkstoff gegen resistente Keime gestartet

6. Juni 2018, München – Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut (HKI) und die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) haben einen neuen antibiotischen Wirkstoff, der am HKI entdeckt wurde, von der Grundlagenforschung bis zu klinischen Prüfungen vorangebracht. Nach Genehmigung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) haben die Partner eine Phase-I-Studie begonnen, um die Sicherheit der Substanz zu evaluieren, wobei freiwillige Teilnehmer geringe, schrittweise ansteigende Dosierungen erhalten.

Aufgrund seines neuen, einzigartigen Wirkmechanismus hat der Wirkstoff mit der Bezeichnung BTZ043 gute Chancen, auch solche Stämme des Erregers Mycobacterium tuberculosis zu bekämpfen, die gegen herkömmliche Antibiotika resistent sind.

Der Weltgesundheitsorganisation zufolge zählt Tuberkulose noch immer zu den 10 häufigsten Todesursachen weltweit. Insbesondere resistente Keime sind eine ernsthafte Bedrohung – auch in Europa. Die Häufigkeit der Erkrankung ist dort zwar am geringsten, aber die Anzahl resistenter Fälle ist am höchsten.

Ascenion, der Wissens- und Technologietransferpartner des HKI, hat über die Jahre hinweg alle IP-relevanten Aspekte des Projektes gemanagt und die Strukturierung von Partnerschaften unterstützt.

„Wir gratulieren dem HKI und der LMU zu diesem wichtigen Meilenstein. Ihre Arbeit hat großes Potenzial für Millionen von Menschen in aller Welt“, so Dr. Christian Stein, Geschäftsführer von Ascenion. „Es ist ein bemerkenswerter Erfolg, dass es ihnen gelungen ist, einen ganz neuen Wirkstoff im akademischen Umfeld über alle Phasen von der Entdeckung bis zur klinischen Prüfung zu entwickeln und dies weitgehend mit öffentlichen Mitteln zu finanzieren. Dies könnte zum Vorbild für die Entwicklung weiterer neuer Antibiotika gegen resistente Infektionen werden.“

Das Projekt wird vom Konsortium InfectControl 2020 und vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) unterstützt. Partner für Produktion und die klinische Entwicklung sind die Hapila GmbH und die Nuvisan GmbH.

Wissenschaftliche Details und weitere Informationen finden Sie in der Meldung des HKI unter: www.leibniz-hki.de

 

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Über Ascenion

Die Ascenion GmbH ist ein unabhängiges Technologietransfer-Unternehmen mit besonderer Kompetenz in den Lebenswissenschaften. Sie ist Partner von mehr als 30 Forschungseinrichtungen, Universitäten und Universitätskliniken in Deutschland und Europa, darunter führende Life-Science-Institute der Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft, die Charité, die Medizinische Hochschule Hannover, die Medizinische Universität Innsbruck und die Universitätsmedizin Göttingen. Ascenions Team verbindet interdisziplinäre Kenntnisse mit Industrieerfahrung. Ascenion arbeitet eng mit den Mitarbeitern ihrer Partnerinstitute zusammen, um Forschungsergebnisse mit hohem Anwendungspotenzial zu identifizieren, patentrechtlich zu schützen und in die Anwendung zu überführen. Besondere Stärken sind die Unterstützung von Ausgründungen und die Projektentwicklung. Dadurch werden frühe Projekte so weit vorangebracht, dass sie für potenzielle Investoren und Lizenznehmer attraktiv sind. So sind bereits zahlreiche neue Unternehmen gegründet und innovative Medikamente zugelassen worden, von denen Tausende von Patienten profitieren. Erlöse, die Ascenion aus dem operativen Geschäft und aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen erzielt, fließen über ihre Muttergesellschaft, die LifeScience-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung, als Fördermittel an die Partnerinstitute.

Ascenion hat auch die BioVaria initiiert, eine europäische Technologietransfer-Konferenz, die Deals und Partnerschaften zwischen der akademischen Forschung Europas und der globalen biopharmazeutischen Industrie fördert. 

Weitere Informationen: www.ascenion.de


Kontakt

Dr. Susanne Letzelter, Corporate Development, Ascenion GmbH
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