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BioVaria: Zentraler Marktplatz für Erfindungen aus deutschen Forschungseinrichtungen
19. Mai 2009, München - Mehr als 150 Erfinder, Technologietransfer- und Industrievertreter nahmen kürzlich an der Technologietransfer-Konferenz "BioVaria 2009" in München teil. 50 lizenzierbare Projekte aus öffentlichen Forschungseinrichtungen Deutschlands wurden präsentiert, darunter Therapeutika, Diagnostika, Forschungs-Tools und Plattformtechnologien in den Bereichen Krebs, Entzündungen, Autoimmun- und Herz-Kreislauferkrankungen. Alle öffentlichen Forschungsgesellschaften - die Fraunhofer-, Helmholtz-, Leibniz- und Max-Planck-Gesellschaft- waren vertreten, außerdem mehrere Universitäten und Medizinische Hochschulen aus ganz Deutschland.
"Nirgends sonst findet die Pharma-Industrie eine so umfassende Übersicht über attraktive Projekte aus der öffentlichen Forschung. Gut ausgewählt und professionell präsentiert, mit sämtlichen Informationen, die wir als potenzielle Lizenznehmer benötigen, wie z.B. Entwicklungsstand und Patentsituation", so Dr. Manfred Horst, Director Scientific Liason bei MSD. Die Projekte wurden in Kurzvorträgen vorgestellt und im Rahmen einer ganztägigen Posterausstellung anschließend individuell zwischen Interessenten und Erfindern diskutiert.
Im Rahmen einer Expertenrunde wurden die Parameter erörtert, die für den erfolgreichen Transfer von Erfindungen in die Anwendung maßgeblich sind. Zu Beginn betonten die Teilnehmer den Bedarf der Pharmaindustrie nach innovativen Produkten. Denn trotz steigender Investitionen in Forschung und Entwicklung ist der Output an neuen Medikamenten in den vergangenen 15 Jahren deutlich zurückgegangen. Dr. Horst dazu: "Wir verfolgen deshalb genau, was die öffentliche Forschung zu bieten hat. Im Vergleich zu den USA ist es in Europa allerdings wesentlich schwieriger für uns, an die relevanten Informationen heranzukommen." Hier sind Forschungseinrichtungen und ihre Technologietransfer-Organisationen gefordert. "In Deutschland gibt es zahlreiche Universitäten und Institute mit relevanten Life Science Aktivitäten. Nur gebündelt lässt sich deren Potenzial effizient vermarkten", so Dr. Christian Stein, Geschäftsführer der Ascenion. "Die BioVaria ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Wir denken sogar darüber nach, die Konferenz schrittweise zu internationalisieren, um langfristig einen Marktplatz für die besten Life Science Technologien aus Europa zu schaffen."
Eine weitere Hürde für den Technologietransfer ist der meist frühe Entwicklungsstand akademischer Projekte. "Hier wurde in den vergangenen 15 Jahren in Deutschland einiges verschlafen", so Dr. Stein. Inzwischen sind jedoch erste Einrichtungen entstanden, die eine gezielte Weiterentwicklung aussichtsreicher Innovationen ermöglichen. Ein Beispiel ist das Hannover Center for Translational Medicine (HCTM), das momentan von der Medizinischen Hochschule Hannover in Kooperation mit Partnern errichtet wird, um Ergebnisse aus der Grundlagenforschung und Präklinik in ersten klinischen Studien am Menschen prüfen zu können.
Was im günstigsten Fall aus der öffentlichen Forschung entstehen kann, zeigen Krebsmedikamente wie Gardasil, Epothilon oder Catumaxomab, die alle aus Instituten der Helmholtz-Gemeinschaft stammen. Letzteres erhielt im April 2009 die Zulassung durch die EU-Kommission. "Damit ist der erste therapeutische Antikörper am Markt, der an einer deutschen Forschungseinrichtung erfunden und von einem daraus hervorgegangenen Spin-out in Kooperation mit einem deutschen Pharmaunternehmen entwickelt wurde", so Dr. Horst Lindhofer, Erfinder der Substanz und Geschäftsführer der TRION Pharma GmbH.
Alle präsentierten Technologien finden Sie auf der BioVaria-Website: www.biovaria.org
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Die BioVaria 2009 wurde von Ascenion und ihren Partnern organisiert. Partner sind: Bayerische Patentallianz, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), EMBLEM, Technology Transfer GmbH, Fraunhofer VLS, IP-Bewertungs AG, Max-Planck-Innovation GmbH, MediGate GmbH, National Genome Research Network und PROvendis GmbH.
Die Veranstaltung wurde unterstützt vom Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, TEVA, Fresenius Biotech, Hertin, IP-Bewertungs AG, LSP - Life Sciences Partners, Merck & Co., Merck Serono, TVM Capital und Vossius & Partner.
Communication Partner ist KONOCOM. Network Partner ist BioM.
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Kontakt
Dr. Peter Ruile, COO, Ascenion GmbH
T: +49 (0)89 318814-14, E: ruile(at)ascenion.de
Ascenion GmbH, Herzogstr. 64, 80803 München
Über Ascenion
Ascenion GmbH ist ein IP Asset Management-Unternehmen, das sich auf den Bereich Life Sciences konzentriert. Ascenion berät und unterstützt öffentliche Forschungseinrichtungen beim Schutz und der Verwertung ihres geistigen Eigentums (Patente, Know-how, Materialien) und übernimmt die Anbahnung und Vermittlung von Lizenzverträgen zwischen Forschungseinrichtungen und Industrie. Ein besonderer Schwerpunkt von Ascenion ist das Coaching von Unternehmensgründern und das aktive Beteiligungsmanagement. Das Unternehmen wurde 2001 als 100%ige Tochter der Life Science-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung gegründet und hat seitdem 13 Forschungseinrichtungen der Helmholtz und Leibniz Gemeinschaft sowie die Medizinische Hochschule Hannover als exklusive Partner gewonnen. Für diese vermarktet Ascenion momentan rund 600 Technologien und schließt pro Jahr durchschnittlich 60 Verträge zwischen Forschung und Industrie. Das Team hat als Coach bereits mehrere Spin-Offs begleitet und hält derzeit 17 Beteiligungen an diesen Unternehmen. Hauptsitz von Ascenion ist München, weitere Geschäftsstellen sind in Berlin, Braunschweig, Hamburg, Hannover und Neuherberg. Mehr Info unter www.ascenion.de