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Ascenion übernimmt Vermarktung von Mausmodellen für Professor Klaus Rajewsky

2. August, 2006,  München – Professor Klaus Rajewsky, ein weltweit renommierter Immunologe und Genetiker, hat die Ascenion GmbH zum Vermarktungspartner für insgesamt 53 transgene Mäuse gewählt, an denen er die Eigentumsrechte hält. Die Tiere stellen vorwiegend Modellsysteme für Erkrankungen des Immunsystems beim Menschen dar. Sie ermöglichen eine Erforschung des Krankheitsgeschehens und eine gezielte Entwicklung neuer Therapien gegen Krankheiten wie Tumore des Immunsystems oder Morbus Crohn.

Kommerzielle Nutzer, vor allem Biotech- und Pharmafirmen, können diese Tiermodelle über Ascenion lizenzieren. Die Lizenzgebühren fließen zunächst an die eigens zu diesem Zweck errichtete gemeinnützige Mouse Genetics Cologne Stiftung (MGC Stiftung), die sie ohne steuerliche Abzüge für Forschungsprojekte vorzugsweise am Institut für Genetik der Universität zu Köln und des CBR Instituts für Biomedizinische Forschung in Boston zur Verfügung stellt. Am Kölner Institut für Genetik hatte Professor Rajewsky die transgenen Mäuse entwickelt. Vor seiner Emeritierung ist er an das CBR Institut für Biomedizinische Forschung an der Harvard Medical School gewechselt.

Nicht kommerzielle Nutzer, also Wissenschaftler an Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen, können die Tiermodelle weiterhin ohne Lizenz nutzen und direkt über das Forschungsinstitut The Jackson Laboratory in Maine, USA (www.jax.org), beziehen, in dem alle Tiere vermehrt und gehalten werden.

„Es ist mein Ziel, diese Tiermodelle möglichst breit für die Forschung und Therapieentwicklung verfügbar zu machen“, so Professor Rajewsky. „Durch die Kooperation mit Ascenion werden wir auch das wirtschaftliche Potenzial ausschöpfen und mit Hilfe der Erlöse Grundlagenforschung auf den Gebieten der Genetik und Immunologie fördern können.“

Ascenion hat bereits fünf Lizenzabkommen mit internationalen Biotech- und Pharmafirmen abgeschlossen. „Bei den Mausmodellen von Professor Rajewsky handelt es sich um sehr spezifische und gut charakterisierte Tiermodelle, die unverzichtbar für die Entwicklung neuer Therapien sind,“ kommentiert Dr. Christian Stein, Geschäftsführer der Ascenion GmbH. „Das Interesse seitens der Industrie ist entsprechend hoch. Ich bin sicher, dass bald weitere Lizenzverträge folgen, von denen sowohl die Firmen als auch die Forscher der Universität Köln und des CBR Instituts profitieren.“

Ein Übersicht der lizenzierbaren Tiermodelle und zusätzliche Informationen finden Sie auf den Webseiten der Ascenion GmbH (www.ascenion.de).