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Ascenion vermittelt Lizenzvertrag für ein neues Impfstoff-Adjuvans zwischen HZI und AmVac

München, 12. Dezember 2007 – Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig (HZI) und die AmVac AG haben einen Lizenzvertrag abgeschlossen, mit dem AmVac das exklusive Recht erwirbt, ein synthetisches Lipopeptid (MALP-2) und Derivate davon zur Unterstützung von Impfstoffen zu entwickeln und zu vermarkten. Das HZI erhält im Gegenzug Vorab- und Meilensteinzahlungen sowie Anteile an künftigen Verkaufserlösen. Ascenion erhält zudem eine Beteiligung an AmVac. 

MALP-2 wurde von Prof. Peter Mühlradt und Prof. Carlos A. Guzmàn und ihren Teams am HZI entdeckt und entwickelt. In präklinischen Studien haben sie anhand verschiedener Tiermodelle gezeigt, dass MALP-2 die Immunreaktion des Körpers effizient und spezifisch verstärkt, wenn es in Kombination mit Impfstoffen eingesetzt wird. Dies gilt sowohl bei parenteraler (z.B. subkutaner) als auch mukosaler (über die Schleimhaut, z.B. intranasaler) Verabreichung. Bei mukosaler Applikation wird in verschiedenen Bereichen der Schleimhaut eine starke Immunität aufgebaut, eine Eigenschaft, die nur sehr wenige Substanzen besitzen. Diese Wirkung beruht zumindest zum Teil auf der Fähigkeit von MALP-2, dendritische Zellen zu aktivieren und zur Reifung anzuregen. Diese Zellen unterstützen eine Immunreaktion, indem sie anderen Immunzellen Antigene aus dem Impfstoff präsentieren. 

“Unsere Daten zeigen, dass MALP-2 als Immun-Adjuvans bei vielen Krankheiten eine bedeutende Rolle spielen kann, so etwa bei Atemwegserkrankungen, die von Viren oder Bakterien ausgelöst werden, oder der Chagas’ Krankheit bis hin zu HIV/ AIDS”, sagt Carlos A. Guzmàn, Leiter der Abteilung Vakzinologie am HZI. “Weil MALP-2 auch über die Schleimhäute aufgenommen wird, können Infektionen direkt an der Eingangspforte bekämpft werden. Dies verbessert nicht nur die Prävention sondern reduziert auch das Risiko einer Ansteckung durch horizontalen Transfer in der Gesellschaft. Außerdem ist eine Verabreichung ohne Nadel allgemein gut akzeptiert und im Hinblick auf die Logistik wesentlich einfacher als eine Injektion.“  

Bislang ist kein mukosales Adjuvans auf dem Markt und nur wenige befinden sich in der Entwicklung. 

Peter Ruile, Chief Operating Officer bei Ascenion, ergänzt: “AmVac ist mit seiner wachsenden Pipeline an innovativen Impfstoffen ein idealer Partner, um das Potenzial von MALP-2 als mukosales Adjuvans voll und ganz zu nutzen. Wir freuen uns auf eine langfristige und nachhaltige Partnerschaft von HZI, AmVac und Ascenion.” 

Mit Hilfe von Ascenion hat das HZI ein beträchtliches Patentportfolio rund um MALP-2 und zugehörige Derivate aufgebaut, das sowohl die Substanz als auch verschiedene Anwendungen umfasst. Dazu zählen neben Impfungen die Wundheilung, die Immuntherapie von Krebs und die Vorbeugung einer Blutvergiftung. Für diese Anwendungen kann MALP-2 noch lizenziert werden und Ascenion ist bereits mit einer Reihe von Interessenten im Gespräch. 

Insgesamt hat Ascenion mehr als 50 Verträge zwischen HZI und der Industrie initiiert und zum Abschluss gebracht, seit das Unternehmen Ende 2002 seine Zusammenarbeit mit dem Institut begonnen hat. 
 


Kontakte 

Evelyn Wolf, akampion
T: +49 89 4275 7428, E: evelyn(at)akampion.com 

 

Pressekonferenz

Eine Pressekonferenz zum Thema “Meilenstein in der Impfstoffentwicklung” mit Vertretern der AmVac AG, des Max-Planck-Institutes für Biochemie, der Max-Planck-Innovation GmbH, des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung und der Ascenion GmbH wird stattfinden:   

  • In Zürich am Mittwoch, 12. Dezember, um 11:00 Uhr im Park Hyatt   Zürich, Beethoven-Str. 21, 8002 Zürich, Schweiz
  • In München am Donnerstag, 13. Dezember, 11:00 Uhr im Hotel Bayerischer Hof, Promenadeplatz 2-6, 80333 München, Deutschland 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Ariane Meynert, AmVac AG, Tel: +49 172 7759212, meynert(at)amvac.ch 

 

Hintergrundinformation 

MALP-2
Weitere Informationen finden Sie unter www.malp-research.de 

AmVac AG
Die AmVac AG ist ein junges biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, das sich innerhalb der ertragreichen Pharmaindustrie auf ein besonders wachstumsstarkes Marktsegment konzentriert. Dem Impfstoffmarkt wird bis 2010 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 13 Prozent prognostiziert (im Vergleich zu 6 Prozent für Pharma gesamt). Die AmVac-Produkte zeichnen sich zusätzlich dadurch aus, dass sie in den Bereichen Urologie und Gynäkologie unerfüllte Therapiebedürfnisse abdecken. AmVac hat zum jetzigen Zeitpunkt zwei fortgeschrittene Immuntherapeutika mit „Goldstandard“- Potential einlizensiert und weiterentwickelt. Weitere Produkte befinden sich in Planung. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Ariane Meynert, AmVac AG, Tel: +41 41 72 53 2-35 oder +49 172 7759212, meynert(at)amvac.ch

 

Kontakt für AmVac: 

Ariane Meynert
T: +49 172 7759212
meynert(at)amvac.ch 

AmVac AG
Metallstraße 4
CH-6300 Zug
Schweiz