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Doppelter Angriff: Radioimmuntherapie gegen Hirntumore

3,5 Millionen Euro an Fördermitteln hat das Team um Prof. Reinhard Zeidler am Helmholtz Zentrum München im Juni 2016 eingeworben. Die Mittel stammen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Helmholtz-Validierungsfonds. Sie versetzen das Team aus Wissenschaftlern und Klinikern in die Lage, ihren innovativen Ansatz zur Behandlung von Glioblastoma, einer häufigen, hoch aggressiven Form von Hirntumoren, in die Klinik zu bringen und dort eine erste Wirksamkeit im Patienten zu zeigen. Grundlage ist ein Konjugat aus Betastrahler und Fab-Fragmenten eines Antikörpers, die hochspezifisch an ein Enzym auf der Oberfläche der Krebszellen im Hirn binden. Damit werden die hochaktiven Betastrahlen nach der Tumorresektion in die unmittelbare Umgebung der gefährlichen Metastasen gelenkt und können diese abtöten. Das Projektteam wird im nächsten Schritt die Produktion nach Good Manufacturing Practices (GMP)-Richtlinien und die Vorbereitung einer klinischen Studie in Angriff nehmen. „Das Projekt des Helmholtz Zentrums München bietet großes Potenzial für die Glioblastom-Patienten, die derzeit eine sehr geringe Lebenserwartung haben“, so Dr. Stefanie Possekel, Direktorin bei Ascenion. „Es könnte außerdem ein Modell für Translation durch interdisziplinäre Teams im akademischen Umfeld werden.“