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Kommunikationsprobleme bei Bakterien

Pseudomonas aeruginosa ist ein gefürchteter Krankenhauskeim. Er kann bedrohliche Infekte auslösen, ist äußerst widerstandsfähig und hat im Zuge seines ausgedehnten Krankenhausaufenthaltes oft mehrfache Resistenzen erworben, d. h. verfügbare Antibiotika sind häufig wirkungslos. Forscher des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), eines Tochterinstituts des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI), entwickeln deshalb einen Wirkstoff, der diese Keime auf ungewöhnliche Art und Weise bekämpft. Durch Blockade des Quorum-Sensing-Systems stören sie die bakterielle Kommunikation. Bakterien werden dadurch nicht vernichtet, aber daran gehindert, schützende Biofilme zu bilden und Virulenzfaktoren zu produzieren. Damit verlieren sie ihre krankmachende Wirkung. Anders als bei klassischen Antibiotika besteht dabei keine Gefahr der Resistenzbildung, weil die neue Substanz nicht in lebenswichtige bakterielle Prozesse eingreift. 2017 hat das Projekt von der LifeScience-Stiftung Fördermittel in Höhe von rund 390.000 Euro erhalten. Damit konnten wichtige Leistungen finanziert werden, die im Vorfeld der präklinischen Entwicklung und Einwerbung weiterer Fördermittel dringend erforderlich waren.