Im Dezember 2015 wurde in den USA ein neues Medikament für Patienten zugelassen, die an einer schweren Form der von-Willebrand-Krankheit leiden. Durch einen erblichen Defekt ist bei ihnen der von-Willebrand-Faktor so sehr verändert, dass gefährliche, massive Blutungen auftreten können. Bei Gesunden sorgt der von-Willebrand-Faktor dafür, dass Blutplättchen aus dem vorbeiströmenden Blut sofort gebunden werden, um Blutgefäße rasch zu verschließen, sobald sie verletzt werden. Das neue Medikament, VONVENDI wurde von Baxalta (vormals Baxter, jetzt Shire) entwickelt und ist der erste und bislang einzige rekombinante Wirkstoff zur Behandlung der von-Willebrand-Krankheit. In klinischen Studien führte er zu 100%igem Behandlungserfolg. VONVENDI berührt ein Stoffpatent des MDC. Vor mehreren Jahren hatten Wissenschaftler dort Wirkstoffe untersucht, die zur Behandlung von Blutgerinnungsstörungen eingesetzt werden können, u. a. den von-Willebrand-Faktor. Damals wurde ein Stoffpatent angemeldet, das 2010 vom MDC mit der Unterstützung Ascenions an Baxter lizenziert wurde.
(Jahresbericht 2015)