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COPD-Patienten können aufatmen – dank „eva“

Exklusive Lizenz vom Forschungszentrum Borstel an pulmedix

Mitte 2024 wurde das Heimbeatmungsgerät „eva“ nach neuer EU-Medizinproduktverordnung (MDR) zugelassen, im November folgte die Hilfsmittelnummer für die Erstattung durch Krankenkassen. Die Nachfrage ist hoch: Fast 200 Geräte wurden allein bis Jahresende verkauft.

„Wir haben ein zentrales Problem herkömmlicher Beatmungstechniken gelöst“, sagt Dr. Stephan Rüller, der das neue Prinzip gemeinsam mit Susanne Greve am Forschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum entwickelt hat. Übliche Geräte arbeiten mit hohem Druck, um COPD-Patienten trotz verengter Atemwege zu versorgen, was die Engstellen jedoch weiter zusammenpresst und das Ausatmen erschwert. Die Folge: Überblähung, schlechter Schlaf und Atemnot am Morgen.

„Wir haben uns von der natürlichen Atemtechnik inspirieren lassen, die Menschen bei Atemnot einsetzen: Sie pressen bei der Ausatmung die Lippen leicht zusammen, um einen stabilisierenden Gegendruck zu erzeugen“, erklärt Stephan Rüller. Dieser hält die Atemwege offen und erlaubt ein tieferes Ausatmen. Genau das tut „eva“, automatisch an den individuellen Atemrhythmus angepasst. Patienten erwachen erholt und starten frisch in den Tag.

Ascenion hat alle Beteiligten über Jahre hinweg begleitet – auch in schwierigen Phasen, wie etwa bei der Verschärfung der EU-Regularien. Heute zahlt sich dieses Engagement aus, vor allem für die Betroffenen. Lizenzpartner pulmedix treibt gemeinsam mit seinem Vertriebspartner nova:med die Markteinführung in Deutschland und Österreich voran. Darüber hinaus wurde „eva“ bereits in Italien und der Schweiz eingeführt, und weitere Kooperationsanfragen aus dem mittleren Osten und Asien befinden sich in Bearbeitung.

 

(Jahresbericht 2024/25)