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CRISPR-Technologie des IMBA setzt neue Maßstäbe in der Krebsforschung

Nicht-exklusive Lizenz von IMBA an ViVerita

Klassische CRISPR-Screens ermöglichen umfassende Genfunktionsanalysen in vitro. Ihre Aussagekraft ist jedoch begrenzt, da sie die Komplexität lebender Organismen nicht vollständig abbilden. Zuverlässige und reproduzierbare In-vivo-Screens scheiterten bislang häufig daran, dass die Effekte der genetischen Veränderungen aufgrund der unzureichenden Repräsentation der transduzierten sgRNAs sehr schwach ausfallen. Diese geringen Effekte werden durch zusätzliche interne und externe Störeinflüsse und klonale Verzerrungen weiter überlagert.

Mit der innovativen CRISPR-StAR-Technologie ist es Dr. Ulrich Elling und seinem Team am IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien gelungen, diese Hürden zu überwinden. Im Zentrum stehen Cre-induzierbare Expressionsvektoren und Einzelzell-Barcoding für die bei CRISPR-Screens eingesetzten sgRNAs. Die in Nature Biotechnology veröffentlichten Daten zeigen, dass eine präzise und kontrollierte Gen-Editierung möglich ist und eine sichere
Unterscheidung zwischen scheinbaren und tatsächlichen genetischen Treffern gewährleistet werden kann. „Dies ermöglicht uns, verlässliche Einblicke in die genetischen Abhängigkeiten zu gewinnen, die therapeutischen Herausforderungen wie therapieresistenten Melanomen zugrunde liegen“, erklärt Ulrich Elling.

Die Technologie wurde mit Unterstützung der Ascenion an das US-Unternehmen ViVerita Therapeutics lizenziert. Im Fokus steht die Identifizierung neuer Zielstrukturen für Krebstherapien. Das Wiener Tochterunternehmen ViVerita Discovery, unter der Leitung von Ulrich Elling, bietet biopharmazeutischen Partnern darüber hinaus technologische Expertise und Dienst-
leistungen an. „Damit möchten wir das Potenzial dieser Technologie umfassend für innovative Therapieentwicklungen nutzen“, sagt Dr. Elling.

 

(Jahresbericht 2024/25)