Die Proteomik ist vielversprechend für die biomedizinische Forschung, vom Verständnis von Krankheitsmechanismen bis zur Entdeckung neuer Biomarker. In den letzten zehn Jahren haben Fortschritte in der Massenspektrometrie und Software die Möglichkeiten erheblich erweitert, aber das Gebiet hat sich noch nicht vollständig entwickelt – vor allem, weil die Datenanalyse nach wie vor komplex und zeitaufwändig ist.
„Das wollen wir ändern“, sagt Vadim Demichev, Mitbegründer von Aptila und Leiter des Quantitative Proteomics Lab an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. „Unser Ziel ist es, die Proteomik zu einem rationellen, benutzerfreundlichen und kostengünstigen Forschungswerkzeug zu machen.“
Vadim Demichev und sein Team haben DIA-NN entwickelt, eine KI-gestützte Software, die Forschenden hilft, die riesigen Datenmengen aus der Massenspektrometrie zu interpretieren. Sie filtert Störsignale, identifiziert Proteine und liefert zuverlässige Quantifizierungen – und ermöglicht so neue Anwendungen der Proteomik.
Die erste kostenlose Version von DIA-NN wurde schnell von Forschenden weltweit genutzt und bestätigte somit ihren wissenschaftlichen Wert und ihr kommerzielles Potenzial. Anfang 2025 brachte Aptila die kommerzielle Version DIA-NN 2.0 auf den Markt, die mittlerweile von großen Pharmaunternehmen eingesetzt wird. Eine kostenlose akademische Version ist weiterhin verfügbar.
„Wir hatten von Anfang an ein klares Geschäftsmodell“, sagt Mitbegründer und CEO Justus Grossmann. „Aber die Beratung durch Ascenion während der Unternehmensgründung war äußerst hilfreich.“
(Jahresbericht 2024/25)
