Makrophagen sind wichtige Akteure der zellulären Immunabwehr, zuständig für die Vernichtung teils schädlicher Viren, vor allem jedoch Bakterien. Die Vision, diese und andere therapeutisch nützliche Zellen in größerem Maßstab herzustellen und zur Behandlung von Krankheiten einzusetzen, ist mehr als 15 Jahre alt. So könnten Infekte bekämpft werden, die mit bisherigen Therapien nicht geheilt werden können. Wissenschaftler:innen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) – Prof. Dr. Nico Lachmann, Dr. Mania Ackermann und Dr. Robert Zweigerdt – sind hier einen großen Schritt vorangekommen.
Als Basis ihrer Arbeit dienen sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen), die aus Körperzellen von Erwachsenen gewonnen und anschließend in verschiedene Zelltypen des menschlichen Körpers reprogrammiert werden können. Das MHH-Team hat eine Technologie entwickelt, um iPS-Zellen in speziellen Bioreaktoren in Makrophagen zu differenzieren und in beliebiger Menge herzustellen. Mit Unterstützung der Ascenion hat die MHH eine Kooperations- und exklusive Lizenzvereinbarung mit Novo Nordisk abgeschlossen. Gemeinsam wollen die Partner diesen Ansatz weiter in Richtung klinische Anwendung voranbringen.
(Jahresbericht 2020)
