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Krebszellen vernichten

Seit mehr als 15 Jahren verfolgt das Team von Prof. Thomas Blankenstein am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz-Gemeinschaft und an der Charité das Ziel, T-Zellen für die Therapie von Krebs zu nutzen. Diese Vision ist sehr vielversprechend, denn T-Zellen sind besonders effektive ‚Killer-Zellen‘ der Immunabwehr. Sie unterscheiden zwischen ‚fremd‘ und ‚selbst‘, d. h. Zellen mit körperfremden – viralen oder bakteriellen – Antigenen werden erkannt und vernichtet, körpereigene Zellen hingegen verschont (Toleranz). Zu letzteren gehören meist auch Krebszellen, die im Vergleich zu gesunden Zellen zwar ungewöhnliche Expressionsmuster zeigen, aber typischerweise keine körperfremden Antigene tragen. Zur entscheidenden Frage, wie Toleranzmechanismen im Menschen umgangen und Krebszellen für T-Zellen angreifbar gemacht werden können, ist dem Team am MDC ein Durchbruch gelungen. Sie haben ein Mausmodell mit einem breiten Repertoire humaner T-Zell-Rezeptoren (TCRs) etabliert, in welchem durch Immunisierung mit menschlichen krebsassoziierten Antigenen die Bildung spezifischer humaner TCRs gegen Krebszellen angeregt werden kann. Auf dieser Basis haben die Wissenschaftler zusammen mit Kollegen von der Charité u. a. einen TCR gegen das tumorassoziierte Antigen MAGE-A1 generiert. Im Rahmen einer adoptiven T-Zell-Therapie kann dieser Rezeptor ex vivo in T-Zellen von Krebspatienten eingeschleust und ihnen als Zellprodukt wieder verabreicht werden. Eine Phase-I-Studie an der Charité hat im Frühjahr 2020 begonnen.

Ascenion hat zusammen mit den Technologietransferkollegen am MDC das Projekt von Anfang an begleitet, die Patentbasis fortlaufend erweitert, Freedom-to-Operate ausgebaut und die Gewinnung von Fördermitteln unterstützt. Darüber hinaus hat Ascenion in Abstimmung mit dem MDC und der Charité die Verhandlung von Lizenz-, Kooperations- und Beteiligungsverträgen mit der Ausgründung T-knife geführt.