Cookie Einstellungen

Zur Optimierung der Benutzerfreundlichkeit setzen wir Cookies ein. Wählen Sie aus, welche Cookies diese Webseite verwenden darf.  Datenschutzerklärung

Nur technisch erforderliche Cookies, die für die grundlegenden Funktionen unserer Webseite nötig sind, werden gesetzt.

Search

Natürlicher Ersatz für Blutgefäße

Das Team von Dr. Thomas Aper und Prof. Mathias Wilhelmi der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie (Leitung: Prof. Axel Haverich) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat einen neuen Ansatz entwickelt, um natürliche Gefäßprothesen herzustellen. Der Blutgerinnungsstoff Fibrin wird durch ein Rotationsverfahren zunächst verdichtet und dann zu stabilen Röhren beliebiger Größe und Länge geformt, die ähnliche biomechanische Eigenschaften wie natürliche Blutgefäße haben und bis zu sechs Monate bei Raumtemperatur gelagert werden können. Sie könnten also bevorratet und „aus dem Regal“ nach Bedarf für Bypass-Operationen eingesetzt werden. Ergebnisse aus Modellsystemen weisen darauf hin, dass sie im Körper rasch mit Endothelzellen besiedelt und schrittweise in Neoarterien umgebaut werden. Sofern sich die bisherigen Ergebnisse in den derzeit laufenden Studien bestätigen, könnten die entwickelten natürlichen Gefäßprothesen langfristig die Transplantation körpereigener Gefäße vermeiden oder Arterien aus Kunststoff ersetzen, die Abstoßungsreaktionen hervorrufen können. In Deutschland würden allein in der Herzchirurgie bis zu 50.000 Patienten pro Jahr davon profitieren.

Ascenion arbeitet seit Jahren eng mit den Klinikern zusammen. Gemeinsam ist es gelungen, das Verfahren patentrechtlich zu schützen und die Wissenschaftler konnten im Rahmen der Validierungsförderung VIP+ rund 1 Million Euro für die Translation einwerben. Damit soll der Ansatz im Laufe von etwa drei Jahren bis zum Start klinischer Studien vorangebracht werden.