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Zebrafische zur Wirkstoffforschung

Zebrafische sind Wirbeltiere und als solche den Säugetieren auf genetischer Ebene erstaunlich ähnlich. Mehr als 80 Prozent aller krankheitsrelevanten Gene des Menschen findet man im Zebrafischgenom. Deshalb sind Zebrafische gut geeignet, grundlegende Mechanismen der Organentwicklung zu erforschen. Das Team von Prof. Christoph Englert am Leibniz-Institut für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) hat eine Zebrafisch-Linie entwickelt, die sich besonders zur Untersuchung der Nierenentwicklung eignet. Die Fische exprimieren ein fluoreszierendes Protein (GFP) unter Kontrolle des Wilms-Tumor-Proteins (WT1b), das eine wichtige Rolle in der Nierenentstehung spielt. Die Organentwicklung lässt sich in den transparenten Embryonen und Larven leicht mit nicht-invasiven bildgebenden Verfahren verfolgen. Die FLI-Wissenschaftler nutzen das Modell in erster Linie, um die Altersabhängigkeit der Regenerationsfähigkeit der Niere zu erforschen.

Darüber hinaus bietet dieses fluoreszierende Zebrafischmodell auch bei anderen Versuchen große Vorteile, u. a. in der Wirkstoffentwicklung zur Evaluation der Nierentoxizität. Zu diesem Zweck hat die US-Tochter von Novartis, Novartis Institutes for BioMedical Research (NIBR), im letzten Jahr einen Lizenzvertrag mit dem FLI geschlossen. Das Unternehmen kann die Fische für eigene Projekte zur Wirkstofftestung nutzen. „Ich freue mich, dass unser Modell hier zum Einsatz kommt und einen kleinen Beitrag dazu leistet, die potenziellen Effekte neuer Wirkstoffe auf die Niere besser zu verstehen“, so Christoph Englert.

Das Team von Ascenion arbeitet eng mit seinem Team zusammen und hat den Abschluss des Vertrages unterstützt.

(Jahresbericht 2021/22)