Frust über starre Krankenhausinformationssysteme (KIS) war der Auslöser: Der Dokumentationsaufwand in Kliniken wächst, und trotzdem fehlen oft entscheidende Informationen für eine optimale Behandlung. Andrea Kreichgauer und Jasper Mecklenburg, Gründer von dotbase, haben das an der Charité – Universitätsmedizin Berlin selbst erlebt.
Gemeinsam mit ihrem Team entwickelten sie eine Plattform, die sich am medizinischen Bedarf orientiert und ohne IT-Kenntnisse leicht anpassen lässt, wenn sich Wissen, Abläufe oder Technologien ändern – als zentraler Arbeitsplatz ohne Datensilos. Die Vision: ein patientenzentriertes Daten-Ökosystem für alle Akteure im Gesundheitswesen, das intuitiv nutzbar ist und die Versorgung spürbar verbessert.
„Unser Datenmodell ist modular, so können wir bestehende Systeme Schritt für Schritt ersetzen“, sagt Jasper Mecklenburg. In enger Kooperation mit führenden Klinikteams in ganz Deutschland entstehen derzeit Module für spezifische Workflows, etwa zur Brustkrebsbehandlung. Rund zehntausend Patientenpfade erfasst dotbase bereits pro Quartal, die meisten an der Charité.
„Jede Klinik, die ihr KIS neu denken will, kann mit dotbase starten. Es bietet die klassischen Funktionen, nur viel flexibler und nutzerfreundlicher. Zugleich legen Kliniken die Basis für ein digitales Gesundheitswesen, das sich wieder am Patienten orientiert“, so Jasper Mecklenburg.
dotbase wurde durch das Digital Health Accelerator-Programm des Berlin Institute of Health in der Charité gefördert und beim Gründungsprozess von Ascenion unterstützt.
(Jahresbericht 2024/25)
