Allogenetics, eine Ausgründung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), verfolgt einen neuen Ansatz, um das Problem von Transplantat-Abstoßungen zu lösen. Obwohl die klinischen Ergebnisse stetig verbessert werden konnten, ist die Lebensdauer von Spenderorganen noch immer unbefriedigend, insbesondere bei Lungen. Rund 50 % der Patienten verlieren ihr Transplantat innerhalb von 5 Jahren. Während bisherige Behandlungen darauf abzielen, das Immunsystem des Empfängers zu supprimieren, setzt Allogenetics darauf, die Immunogenität des Spenderorgans zu reduzieren. Vor der Transplantation wird das Organ durch virale Transduktion genetisch so modifiziert, dass es die HLA-Antigene, die eine Abstoßung beim Empfänger auslösen, spezifisch und langfristig nicht mehr exprimiert. Kürzlich wurden beeindruckende Ergebnisse einer in-vivo-Studie in der Fachzeitschrift Science Translational Medicine publiziert.
Ascenion, Technologietransferpartner der MHH, hat eng mit den Erfindern, Prof. Rainer Blasczyk und Prof. Constanca Figueiredo zusammengearbeitet, um den Ansatz patentrechtlich zu schützen und die Firmengründung zu unterstützen. Allogenetics ist bereits das zweite Start-up aus Ascenions Portfolio, das den CARMA FUND I überzeugen konnte. Der Fonds wurde von Ascenion und Innovectis initiiert, um aussichtsreiche Life-Science-Projekte effektiv und effizient zu unterstützen, frei von bürokratischen Hürden und unabhängig vom Kommerzialisierungsweg.
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