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iGUARD, ein Projekt von MHH und Fraunhofer ITEM, erhält Niedersächsischen Innovationspreis 2025

Der Preis würdigt das iGUARD-Team für den Transfer exzellenter Forschung in medizinische Innovation. Die Plattform ermöglicht die schnelle Entwicklung inhalierbarer RNAi-Therapeutika gegen Lungenerkrankungen. Begleitet wird der Transfer von Ascenion.

Unter rund 100 Bewerbungen überzeugte iGUARD in der Kategorie „Wissens- und Technologietransfer“. Die Plattform basiert auf wegweisenden Forschungsarbeiten von Prof. Axel Schambach und Prof. Adrian Schwarzer an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie Dr. Philippe Vollmer Barbosa und Prof. Armin Braun am Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM.

Zusammen haben sie mit iGUARD eine leistungsfähige Plattform zur Entwicklung von RNAi-Wirkstoffen aufgebaut, die das virale Genom an Stellen angreifen, an denen es besonders verwundbar und zugleich kaum mutationsanfällig ist. Der Ansatz lässt sich leicht anpassen und ermöglicht so eine schnelle Reaktion auf die Ausbreitung neuer viraler Erreger. Eine spezielle und patentierte chemische Struktur der RNA ermöglicht die Inhalation der Therapeutika direkt in die Lunge – das erhöht die Wirksamkeit und verringert schwere Nebenwirkungen. Ein Leitkandidat zur Behandlung von Parainfluenza befindet sich derzeit in der präklinischen Entwicklung.

Als Technologietransferpartner der MHH begleitet Ascenion das Team seit vielen Jahren, u. a. bei der Patentierung ihres Ansatzes, und wird die Wissenschaftler auch auf dem Weg zur Ausgründung unterstützen.

Weitere Informationen: Innovationspreis Niedersachsen