Nierenerkrankungen gehören zu den weltweit häufigsten Krankheiten und betreffen schätzungsweise 10 % der Weltbevölkerung. Eine große Herausforderung bei der Entwicklung von neuen nicht-invasiven Testmethoden auf Basis von Urinproben ist deren begrenzte Haltbarkeit. Sie beträgt nur wenige Stunden, da eine längere Inkubation der Zellen im Urin zum Zelltod führt und die Zelleigenschaften verändert.
Die Kernevo GmbH, eine Ausgründung des Berlin Institute of Health (BIH) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin, entwickelt mit Urikon einen innovativen medizinischen Urinbecher, der die Analyse von Zellen im Urin durch chemische Fixierung ermöglicht. Die von Kernevo entwickelte Technologie stabilisiert die Zellen und hält Urinproben mehrere Tage lang frisch. Damit wird der Weg frei gemacht für neue diagnostische Verfahren.
Das Team um Geschäftsführer Simon Ronicke plant die Herstellung und Zertifizierung des Urikon-Systems für verschiedene zellbasierte Testansätze. Gemeinsam mit der Labor Berlin GmbH wird derzeit die erste klinische Implementierung vorbereitet.
Die Ascenion hat als Technologietransferpartner von Charité und BIH das Projekt von Beginn an begleitet und die Charité bei den Lizenzverhandlungen und beim Gründungsprozess unterstützt.
Weitere Informationen: Website von Urikon

