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MUI verkündet Weiterentwicklung von Radiopharmakon mit US-Industriepartner

An der Medizinischen Universität Innsbruck (MUI) wurde ein Radiopharmazeutikum entwickelt, mit dem das kleinzellige Lungenkarzinom früher erkannt und gezielt behandelt werden kann. Dieses wurde mit Unterstützung von Ascenion an Evergreen Theragnostics lizenziert.

Die neuartige Technologie hat die Radiopharmazeutin Elisabeth von Guggenberg im Rahmen eines vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projektes an der MUI entwickelt. Ihre Erkenntnisse wurden kürzlich im European Journal of Nuclear Medicine and Medical Imaging veröffentlicht. Die wissenschaftliche Fachzeitschrift ist die wichtigste Plattform für den Austausch neuer klinischer Informationen innerhalb der Nuklearmedizin und unterstreicht damit das große Potenzial dieser Technologie, die dem Ansatz der sog. Theragnostik folgt, die Diagnostik und zielgerichtete Therapie eng verknüpft. Sie soll in absehbarer Zeit im Rahmen einer klinischen Studie an PatientInnen mit kleinzelligem Lungenkarzinom getestet werden.

Radiopharmaka sind radioaktiv markierte Arzneimittel, die in Kombination mit bildgebenden Verfahren zur Diagnostik, aber auch bei der Radionuklidtherapie zur gezielten Behandlung von Tumoren eingesetzt werden. Erstmals wurde die neue radioaktiv markierte Substanz bei einer Patientin für die Diagnose des kleinzelligen Lungenkarzinoms durch PET-Bildgebung (Positronen-Emissions-Tomographie) an der Innsbrucker Universitätsklinik für Nuklearmedizin unter Leitung von Prof. Irene Virgolini eingesetzt. Sie zeigt aber auch vielversprechendes Potenzial für die Therapie dieses schnell wachsenden Tumors, der 12 – 15% der Lungenkrebsfälle betrifft.

Nun wird das Radiopharmakon im Rahmen einer Lizenzvereinbarung mit dem US-Unternehmen Evergreen Theragnostics, Inc. für die klinische Anwendung weiterentwickelt. Das Unternehmen mit Sitz in Springfield, NJ besteht seit 2019 und entwickelt Radiopharmazeutika für Krebspatienten. Ascenion hat als Technologietransferpartner der MUI die entsprechenden Lizenzverhandlungen unterstützt.

Weitere Informationen:
Pressemeldung der MUI