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Zwei Projekte aus Ascenions Partnerinstitut HZI für „Science Breakthrough of the Year 2026“ nominiert

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig ist mit zwei Projekten für den „Science Breakthrough of the Year 2026“ der Falling Walls Foundation nominiert. Gewürdigt werden Arbeiten zu Antibiotika und Impfstoffen.

Das PROTON-Team um Prof. Mark Brönstrup wurde für die Entwicklung einer neuartigen Antibiotika-Technologie gegen Staphylococcus aureus nominiert. Der Ansatz zielt nicht darauf ab, das Wachstum der Bakterien zu hemmen, sondern blockiert krankheitsauslösende Mechanismen. Im Fokus steht ein Pathoblocker gegen ein Toxin, das Lungengewebe und Immunzellen schädigt. Die Technologie soll perspektivisch bei Lungenentzündungen von Risikopatient:innen im Krankenhaus eingesetzt werden und könnte dazu beitragen, zunehmenden Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken.

Ebenfalls nominiert ist das ENDURIVAC-Team unter der Leitung von Dr. Henning Jacobsen in der Abteilung Virale Immunologie von Prof. Luka Cicin-Sain. Die Forschenden entwickeln eine Impfstoffplattform, die nach einer einzelnen Dosis einen langfristigen Immunschutz gegen Atemwegserreger ermöglichen soll. Antigene respiratorischer Viren werden dazu in ein Maus-Zytomegalie-Virus (MCMV) als Träger eingebaut. Das MCMV-Trägersystem kann sich im Menschen nicht vermehren, löst keine Erkrankung aus, vermittelt aber eine anhaltende Aktivierung des Immunsystems. Dadurch können Auffrischimpfungen reduziert und Impfstrategien insbesondere auch für ressourcenschwache Regionen vereinfacht werden.

Die Falling Walls Foundation zeichnet mit dem „Science Breakthrough of the Year“ wissenschaftliche Fortschritte aus, die international relevante Herausforderungen adressieren. Die Gewinner:innen werden beim Falling Walls Science Summit im November 2026 in Berlin bekannt gegeben.

Ascenion begleitet als Technologietransferpartner des HZI die Verwertung wissenschaftlicher Ergebnisse und unterstützt dabei, Forschungserfolge wie die nominierten Ansätze in Richtung Anwendung, Kooperationen und mögliche kommerzielle Entwicklung weiterzuführen.

Weitere Informationen: Pressemeldung des HZI