Klassische Krankenhausinformationssysteme (KIS) sind das Rückgrat klinischer Abläufe. Sie werden vom medizinischen Personal mit Daten gefüttert, die jedoch oftmals nur einzelnen Fachbereichen zur Verfügung stehen und somit nicht im vollen Umfang zur Verbesserung der Patientenversorgung genutzt werden können.
Um solche Datensilos zu vermeiden, haben Andrea Kreichgauer und Jasper Mecklenburg dotbase gegründet, ein Spin-off des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Auf der dotbase-Plattform laufen die Daten aus unterschiedlichen Quellen erstmals strukturiert zusammen und werden somit für individualisierte Behandlungen nutzbar. Das Klinikpersonal kann Arbeitsabläufe in wenigen Tagen und ohne Programmierkenntnisse an fachgebietsspezifische Prozesse anpassen. Die Plattform deckt gleichzeitig auch die administrativen und ökonomischen Anforderungen des Klinikalltags ab und macht Versorgungsdaten langfristig für die Forschung und die Qualitätssicherung nutzbar. So entsteht ein dynamisches, lernendes System, das die Behandlungsqualität steigert und den Klinikalltag spürbar entlastet.
Mehrere Abteilungen der Charité setzen dotbase bereits erfolgreich ein. Ab Ende 2025 soll die Plattform klinikweit genutzt werden. Parallel startet der Einsatz an weiteren deutschen Universitätskliniken.
dotbase wurde durch das BIH Digital Health Accelerator-Programm gefördert. Ascenion hat ihr Partnerinstitut Charité bei den Lizenzverhandlungen und beim Gründungsprozess unterstützt.
Weitere Informationen: Pressemeldung des BIH

