Dr. Ralf Kühn, Leiter der Arbeitsgruppe „Genom-Editierung & Krankheitsmodelle“ am Max Delbrück Center, forscht seit mehr als zehn Jahren an Techniken zur Geneditierung. Sein Team nutzt und verbessert die Genschere CRISPR-Cas9. Die in seinem Labor entwickelte und patentgeschützte HIROS/Replace-Technologie (Homology Independent Replacement of Sequences) kann auch in ausdifferenzierten und nicht teilungsaktiven Säugetierzellen Erbgutfragmente effizient, ganz gezielt und sequenzgenau austauschen. Kühns Ziel ist es, genetisch bedingte Erkrankungen besser zu verstehen und mithilfe der geschärften Genschere neuartige Zelltherapien zu entwickeln.
Das gleiche Ziel verfolgt auch AlgenScribe, ein Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Nizza, das ebenfalls eine proprietäre Gene-Editing-Plattform mit einem ähnlichen Ansatz entwickelt hat. Von der Kooperation verspricht sich das Unternehmen eine größere Reichweite für seine Plattform. Die Wissenschaftler des Max Delbrück Centers hoffen, ihre Version der Genschere schneller in die Anwendung zu bringen und zu kommerzialisieren; gemeinsam wollen sie das hohe Potential an Synergien bei der Entwicklung therapeutischer Anwendungen nutzen.
Ascenion konnte als langjähriger Technologietransferpartner des Max Delbrück Centers die Kooperation auf der französischen Partnering-Veranstaltung BioFit in Marseille initiieren.
Weitere Informationen: Pressemeldung des Max Delbrück Centers
Internationale Kooperation bei Ascenions Partnerinstitut Max Delbrück Center
Das Berliner Max Delbrück Center und das französische Biotechunternehmen AlgenScribe haben eine Kooperation vereinbart, um ihre Werkzeuge für die Genomeditierung weiterzuentwickeln. Ziel ist die Nutzung von Synergien zur Entwicklung von Zelltherapien für genetisch bedingte Erkrankungen.

